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Wie wählt man je nach Stoff den richtigen Farbstoff aus?

Aufrufe: 8     Autor: Site-Editor Veröffentlichungszeit: 03.09.2025 Herkunft: Website

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So wählen Sie den richtigen Farbstoff für den Stoff aus


Textilfärben ist mehr als ein einfacher Färbevorgang; Es ist eine hochpräzise Kunst, die auf Wissenschaft basiert. Sein Kern liegt in einem tiefen Verständnis der chemischen Natur verschiedener Fasern und deren Zuordnung zu Farbstoffen, die starke Bindungen bilden. Die Wahl des falschen Farbstoffs kann zu stumpfen Farben, schnellem Ausbleichen und schlechter Farbechtheit führen. Daher ist die „faserspezifische“ Farbstoffauswahl von größter Bedeutung.

Synthetische Fasern


1. Zellulosefasern (Baumwolle, Leinen, Viskose usw.)


Diese Fasern (wie Baumwolle, Leinen und Viskose) bestehen hauptsächlich aus Zellulosemolekülketten, die auf ihrer Oberfläche reich an hydrophilen Hydroxylgruppen (-OH) sind. Aufgrund dieser chemischen Eigenschaft eignen sie sich besonders für Farbstoffe, die kovalente Bindungen oder starke intermolekulare Kräfte ausbilden.

Bevorzugte Farbstoffe: Reaktive Farbstoffe

Matching-Mechanismus: Reaktive Farbstoffmoleküle enthalten reaktive Gruppen, die unter alkalischen Bedingungen chemisch mit Hydroxylgruppen auf Cellulosefasern reagieren und starke kovalente Bindungen bilden. Diese hochstabile Bindung führt zu lebendigen Farben und außergewöhnlicher Waschechtheit in gefärbten Stoffen und macht sie zur bevorzugten Wahl für das moderne Färben von Zellulosefasern. Wichtige Farbstoffe: Küpenfarbstoffe

Matching-Mechanismus: Küpenfarbstoffe sind in Wasser unlöslich und müssen unter alkalischen Bedingungen in eine lösliche Leukoform reduziert werden, um die Faser zu färben. Anschließend werden sie zu unlöslichen Farbstoffen oxidiert, die in der Faser fixiert werden. Sie bieten eine hervorragende Farbechtheit, insbesondere gegenüber Sonnenlicht und Waschen, und werden häufig in hochwertigem Denim (Indigo) und Produkten verwendet, die eine extrem hohe Farbechtheit erfordern.


2. Proteinfasern (Wolle, Seide)


Wolle und Seide bestehen hauptsächlich aus Proteinen, deren Molekülketten zahlreiche Amino- (-NH₂) und Carboxylgruppen (-COOH) enthalten. Dadurch können sie unter Färbebedingungen sowohl Anionen als auch Kationen binden und so amphotere Eigenschaften aufweisen.

Bevorzugte Farbstoffe: Säurefarbstoffe

Matching-Mechanismus: In einem sauren oder neutralen Färbebad absorbieren die Aminogruppen auf Proteinfasern Wasserstoffionen und werden positiv geladen (-NH₃⁺), die sich dann über Ionenbindungen an die negativ geladenen Säurefarbstoffmoleküle binden. Säurefarbstoffe verleihen Proteinfasern lebendige Farben und eine ausgezeichnete Echtheit und sind daher die Hauptfarbstoffe für das Färben von Wolle und Seide.


3.Synthetische Fasern (Polyester, Nylon, Acryl)


Synthetische Fasern sind typischerweise kompakt und stark hydrophob und erfordern spezielle Farbstoffe, die auf ihre einzigartigen physikalischen und chemischen Eigenschaften zugeschnitten sind.

Polyester (Polyesterfaser) – Dispersionsfarbstoffe

Matching-Mechanismus: Polyester hat eine kompakte Molekülstruktur, ist stark hydrophob und weist keine reaktiven Gruppen auf. Dispersionsfarbstoffe sind nichtionische, kleinmolekulare Farbstoffe mit extrem geringer Wasserlöslichkeit. Unter hoher Temperatur und hohem Druck (oder Heißschmelzen) „diffundieren“ die Farbstoffmoleküle als einzelne Moleküle in die amorphen Bereiche des Polyesters und verankern sie durch Wasserstoffbrückenbindungen und Van-der-Waals-Kräfte, was zur Färbung führt. Die primären Mechanismen sind physikalische Auflösung und Adsorption.

Nylon (Polyamidfaser) – Säurefarbstoffe/Dispersionsfarbstoffe

Matching-Mechanismus: Nylonmoleküle enthalten an ihren Enden Aminogruppen, ähnlich wie Proteinfasern. Daher können Säurefarbstoffe zum Färben durch Ionenbindung verwendet werden, wodurch lebendige Farben entstehen. Da es zudem hydrophob ist, kann es auch mit Dispersionsfarbstoffen eingefärbt werden, was zu einem besseren Verlauf führt.

Acryl (Polyacrylnitril) – kationische Farbstoffe

Matching-Mechanismus: Acrylfasern enthalten negativ geladene Gruppen wie Sulfonsäure- und Carboxylgruppen. Kationische Farbstoffe (früher als basische Farbstoffe bekannt) ionisieren in wässriger Lösung und erzeugen positiv geladene Pigmentkationen. Diese binden sich durch Ionenbindungen stark an die negativ geladenen Gruppen auf der Faser, was zu äußerst lebendigen und auffälligen Farben führt.


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